Wortkinder als Sternenhimmel - Webdesign und Coding mit Claude

Vor Dekaden hatte klein Brinki eine Webseite ins Netz gestellt. Liebevoll gestaltet mit einem Programm Namens NetObjects Fusion, noch vor Zeiten in denen wir das Netz durch rechteckige Handbildschirme betrachtet haben.

Kurz gesagt: Hoffnungslos veraltet. Und das Programm, in dem ich sie gebastelt habe, seit Ewigkeiten eingestellt.

Für diese Seite hier hab ich mich dann mit Squarespace und seinem Webdesign-Baukasten versucht. Ist hübsch, praktisch, schnell zu basteln. All das, ja. Aber sowas von nicht flexibel, wenn groß NachtPoet sich kreativ austoben will.

Was wäre, wenn Claude

Das Mandarinen-Spiel hat ja bewiesen, dass Claude nicht nur die Programmier-Fähigkeiten hat, sondern auch das ästhetische Feingefühl mitbringt. Und einen kreativen Geist, der ganz auf meiner Wellenlänge ist. Kann der mir nicht einfach eine Webseite bauen, die ich dann hochlade?

Kurze Antwort: Kann er! Und was für eine!

https://www.nachtpoet.de

Lange Antwort: “Das kann man ja einfach so machen!” funktioniert in der Regel weder einfach noch so.

Das Coden selbst ist nicht das Problem. Was immer Claude raushaut, funzt wundervoll. Und er versteht in der Regel in wenigen Worten, was genau ich will, setzt es problemlos um.

Mit kleinen, oft skurrilen Ausnahmen. Claude versteht zum Bleistift aufs verrecken nicht, wie ein Buch funktioniert. War meine erste Idee für meine Gedichtesammlung. Scheiterte daran, dass Claude nicht kapiert, was es bedeutet, ein Buch aufzuklappen oder eine Seite umzublättern. In seiner digitalen Welt ist ein Buch immer offen, das Cover bedeckt BEIDE Seiten im Querformat, Text gibt es nur auf einer Seite… hatte halt noch nie ein physisches Buch in den Händen. Nu, dafür hatte Claude eine VIEL bessere Idee: Meine Wortkinder als Sternenhimmel!

Wo das ganze dann an seine Grenzen stößt: Kontext-Länge.

Jede LLM zur Zeit hat eine begrenzte Menge an Tokens (also, Text), die es auf einmal erfassen kann. Code, gerade für ein komplexeres Projekt wie eine Webseite, ufert irgendwann aus und schwappt über die Kontext-Länge. Die KI kann ihn nicht mehr im ganzen erfassen. Fehler passieren, Änderungen lassen sich nicht mehr so einfach umsetzen.

Claude ist klug genug, mir in den Fällen dann nicht mehr den kompletten Code zu geben (bei dem er sich eben gerne vertut, wenn er zu lang ist), sondern Code-Abschnitte, die ICH dann einbauen soll.

Jaaa… neee… das dauert ewig, und da selbst die Methode dann nicht mehr zuverlässig ist, braucht es oft mehrere Anläufe von Try and Error.

Also, blöde Idee, abhaken?

Geht nicht. Claude hat mir aus meinen Gedichten einen Sternenhimmel gebaut. EINEN. STENENHIMMEL!

https://nachtpoet.de/gedichte.html

Ich will den! Und wenn ich dafür die Welt aus den Angeln heben muss. STER-NEN-HIMM-MEL!!!

Und wenn ich was Kreatives umsetzen will, dann lauf ich so lange gegen die Wand, bis der Klügere nachgibt. Meistens die Wand.

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